Was bedeutet Übergabeprotokoll genau?
Im Protokoll werden typischerweise Zustand von Wänden, Böden und Sanitäranlagen, vorhandene Mängel, Zählerstände für Strom, Wasser, Gas und Heizung sowie die Anzahl übergebener Schlüssel dokumentiert. Fotos ergänzen die schriftliche Beschreibung sinnvoll. Ohne ein solches Protokoll ist es später oft schwer zu beweisen, wer für welchen Schaden verantwortlich ist.
Auch für Ersatzansprüche des Vermieters wegen Verschlechterung der Mietsache ist ein sauberes Übergabeprotokoll wichtig, denn Ansprüche verjähren gemäß § 548 BGB innerhalb von sechs Monaten nach Rückgabe der Wohnung.
Kommt es später zum Streit über einen angeblichen Schaden, ist ein von beiden Seiten unterschriebenes Protokoll oft das wichtigste Beweismittel. Fehlt ein Protokoll ganz, kann es im Streitfall schwerer werden, den ursprünglichen Zustand der Wohnung nachträglich zu belegen.
Das ist für Mieter wichtig
- Erstelle bei Einzug und Auszug jeweils ein detailliertes Protokoll mit Unterschrift beider Seiten.
- Halte alle Mängel möglichst konkret fest und ergänze sie mit Fotos mit Datum.
- Notiere Zählerstände für Strom, Gas, Wasser und Heizung exakt, das verhindert Streit bei der Nebenkostenabrechnung.
- Ansprüche des Vermieters wegen Schäden verjähren nach § 548 BGB sechs Monate nach Rückgabe der Wohnung.
Verwandte Begriffe
Mehr dazu findest du bei Mietkaution, Wohnungsgeberbestätigung, Doppelmiete. Einen ausführlichen Ratgeber gibt es außerdem unter Wohnungsübergabe Protokoll.
Rechtsgrundlage: § 548 BGB, Verjährung der Ersatzansprüche
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