Was bedeutet Doppelmiete genau?
Da für Mieter eine gesetzliche Kündigungsfrist von drei Monaten nach § 573c BGB gilt, lässt sich der Auszugstermin aus der alten Wohnung nicht beliebig verschieben. Wer schneller in eine neue Wohnung ziehen möchte, muss diese Frist trotzdem einhalten, es sei denn, ein Nachmieter wird gefunden oder ein Mietaufhebungsvertrag mit dem bisherigen Vermieter vereinbart.
Wer die Doppelmiete vermeiden will, sollte den Umzug frühzeitig planen und den Kündigungstermin so wählen, dass er möglichst nah am Einzugstermin der neuen Wohnung liegt. In der Praxis lässt sich eine kurze Überschneidung oft trotzdem nicht ganz vermeiden.
Manche Vermieter zeigen sich kulant, wenn ein Nachmieter feststeht und lassen eine frühere Beendigung des Mietverhältnisses zu, ohne dass eine förmliche Nachmieterklausel im Vertrag steht. Ein verbindliches Recht darauf besteht jedoch nicht, sodass du dich nicht allein darauf verlassen solltest.
Das ist für Mieter wichtig
- Plane deinen Auszug so, dass die Kündigungsfrist von drei Monaten zum neuen Einzugstermin passt.
- Ein Nachmieter oder ein Mietaufhebungsvertrag kann helfen, die alte Miete früher zu beenden.
- Für die Übergangszeit gibt es normalerweise keine gesetzliche Erstattung der doppelten Miete.
- Kalkuliere einen finanziellen Puffer für eine mögliche kurze Doppelbelastung ein.
Verwandte Begriffe
Mehr dazu findest du bei Mietkaution, Kündigungsfrist, Übergabeprotokoll. Einen ausführlichen Ratgeber gibt es außerdem unter Wohnung mieten Checkliste.
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