Was bedeutet Mietschuldenfreiheitsbescheinigung genau?
Weil es keine gesetzliche Pflicht zur Ausstellung gibt, hängt es vom bisherigen Vermieter ab, ob und wie schnell er die Bescheinigung ausstellt. Üblicherweise bestätigt sie lediglich, dass zum Zeitpunkt der Ausstellung keine offenen Mietschulden bestehen, sie ist also kein umfassendes Zeugnis über das gesamte Mietverhältnis.
Für Erstmieter, etwa Studierende oder Azubis ohne vorherigen eigenen Mietvertrag, kann die Bescheinigung naturgemäß nicht vorgelegt werden. Vermieter sollten das akzeptieren und alternative Nachweise wie eine Bürgschaft der Eltern in Betracht ziehen.
Manche Vermieter verzichten inzwischen auf die Bescheinigung, wenn stattdessen eine aktuelle SCHUFA-Auskunft und stabile Einkommensnachweise vorliegen. Trotzdem lohnt es sich, frühzeitig danach zu fragen, damit du bei der Bewerbung um eine neue Wohnung keine Zeit verlierst, wenn sie doch verlangt wird. Verweigert ein bisheriger Vermieter die Ausstellung grundlos, kann ein kurzer Hinweis auf die übliche Praxis am Wohnungsmarkt oft schon weiterhelfen.
Das ist für Mieter wichtig
- Bitte deinen aktuellen Vermieter frühzeitig um die Bescheinigung, ein Anspruch darauf besteht rechtlich nicht.
- Die Bescheinigung bezieht sich nur auf den Zeitpunkt der Ausstellung, nicht auf die gesamte Mietdauer.
- Als Erstmieter ohne Vorvertrag kannst du keine Bescheinigung vorlegen, das ist normal und sollte akzeptiert werden.
- Bewahre die Bescheinigung zusammen mit den anderen Bewerbungsunterlagen digital auf.
Verwandte Begriffe
Mehr dazu findest du bei Mieterselbstauskunft, SCHUFA-Auskunft, Wohnungsgeberbestätigung. Einen ausführlichen Ratgeber gibt es außerdem unter Mieterselbstauskunft und Bewerbungsmappe.
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